Grohnde stilllegen!

AKW Grohnde: Stillstand bis 5. Juni 2016 wegen Schäden im Primärkreislauf

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Am Mittwoch 25. Mai 2016 Aktion für Stilllegung in Hameln!

Nach dem Generator-Totalschaden und Einbau eines Ersatzgenerators in 2014 verkündete E.ON zum Fukushima-Tag im März 2016 einen Weltrekord bei der Stromerzeugung.

Im April und Mai 2016 musste E.ON nun mehrfach ungeplant wegen festgestellten Schäden Wartungsarbeiten am AKW verlängern.

So weit man hört soll es durch einen Schaden in einer Kühlpumpe im radioaktiven Primärkreislauf Abriebteile gegeben haben. Mittlerweile wurden Prüfarbeiten deshalb auf den gesamten Primärkreislauf und die Brennelemente ausgeweitet.

Genaues zum Ablauf der Prüfungen und den Ursachen des Schadens ist nicht bekannt. Ein Szenario: E.ON ging auf Rekordjagd und hat das über 30 Jahre alte AKW Grohnde auf Verschleiss gefahren. Wenn ein Unternehmen so unverantwortlich handelt, darf es kein AKW betreiben. Vom Miteigentümer Bielefeld hört man weiterhin keine Kritik am Betrieb des AKW. Ebenso gibt es keine Hintergrundinformationen zu den Schäden von Stadt und Stadtwerken.

Die Aufsichtsbehörde ist das niedersächsische Umweltministerium und der grüne Minister Wenzel. Die Regionalkonferenz "Grohnde abschalten" fordert deshalb mit einer Aktion beim Empfang der grünen Landtagsfraktion Niedersachen am 25.5. in Hameln die sofortige Stilllegung des AKW. Vor dem Empfang wird geprüft, ob unter anderem Minister Wenzel schon verstrahlt ist. Auch das Aktionsbündnis "Bielefeld steigt aus!" wird an der Aktion teilnehmen:

Die Katastrophenschutzabteilung der Regionalkonferenz will vor Veranstaltungsbeginn alle teilnehmenden Personen einer Strahlenmessung unterziehen und bei Überschreitung des Dosisgrenzwertes Dekontaminationen durchführen, um eine gesundheitlich vertretbare Teilnahme sicherzustellen. Achtung: Eventuell ist mit geringen Wartezeiten beim Einlass zu rechnen!

Ort: Sumpfblume Hameln, Am Stockhof 2a, 31785 Hameln
Zeit: Mittwoch, 25.5., ab 19 Uhr (Aufbau Aktion ab 18 Uhr)

Die Aktion soll verdeutlichen, dass jetzt endlich Schluss sein muss und das überalterte AKW Grohnde nie wieder ans Netz gehen darf. In einem Offenen Brief sollen das auch Bundeskanzlerin Merkel, Bundesumweltministerin Hendricks und alle Fraktionen von Bund und Land erfahren.

Um eventuelle Wartezeiten beim Einlass möglichst zu verringern, werden noch zahlreiche Katastrophenschutzhelfer benötigt. Aufbaubeginn ist 18 Uhr.


Di 31. Mai 2016 Petition "Ökostrom.STADT + Graustrom.ENDE" im öffentlichen Bürgerausschuss

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Treffpunkt Rathaustreppen: 16:30 Uhr, mit Petitions-Steckdosen, Spruchbändern und Antiatomfahnen.

Bürgerausschuss Nahariya-Raum (1. Stock): 17 Uhr, Altes Rathaus Bielefeld, Niederwall 25.

Nach einer grandiosen Abschluss-Sammlung bei den Nachtansichten wurde die Petition am 11. Mai 2016 im Rechtsamt im Bielefelder Rathaus übergeben. Nun steht sie auf der Tagesordnung des Bürgerausschusses am Dienstag dem 31. Mai 2016.

Im Nahariya-Raum sind ca. 20 Zuschauerplätze vorhanden. Wir haben dort Gelegenheit die Petition vorzustellen und freuen uns über jede Unterstützung.

Der Bürgerausschuss besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der im Rat der Stadt Bielefeld aktiven Parteien. Er ist das Gremium, das laut Gemeindeordnung NRW über Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern entscheidet. Er kann Anliegen an Fachausschüsse und den Rat weiterleiten, sie aber auch ablehnen. Zudem werden unter anderem Stellungnahmen eingeholt.

Wir freuen uns darauf, dass unsere Anregungen positiv aufgenommen und bald umgesetzt werden. Zuletzt hatte Oberbürgermeister Pit Clausen in der Universität Bielefeld mehr Unterstützung für die Energiewende gefordert. Durch zahlreiche Gespräche bei den Unterschriftensammlungen und nachfolgend im Rathaus, haben wir bislang schon Potentiale für Bielefeld aufgezeigt und ebenfalls einige Kritikpunkte an erneuerbaren Energien widerlegt. Nun freuen wir uns auf einen beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren und eine schnellere Abschaltung von klimaschädlichen und gefährlichen Kraftwerken, was auch durch die Umsetzung der Petition bewirkt werden kann.